Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen

Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung haben Unternehmen ihren Mitarbeitern Leistungszusagen gegeben. Bei der Direktzusage, dem häufigsten Durchführungsweg, haben sie dafür Pensionsrückstellungen gebildet und in der Bilanz ausgewiesen. Spätestens durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird aufgezeigt, was in vielen Unternehmen bereits seit langem schlummert: Die Pensionszusagen sind meist nicht ausreichend ausfinan-ziert und abgesichert.

veraltete Sterbetafel
In der Vergangenheit wurden die Berechnungen der Pensionsrückstellungen auf der Basis veralteter  Sterbetafeln vorgenommen.

interne Verzinsung der Rückstellung von 6 Prozent meist nicht realisierbar
Bis zur Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2009 beginnen, musste darüber hinaus eine interne Verzinsung der Pensionsrückstellung von 6 Prozent unterstellt werden. In der Folge reichte die Höhe der Pensionsrückstellungen nicht aus, um den Verpflichtungen in der Zukunft nachkommen zu können.

Finanzierungslücke trotz Rückdeckungsversicherung
Selbst wenn ein Arbeitgeber in der Vergangenheit eine Rückdeckung über einen Versicherer vorgenommen hatte, diese jedoch nicht auf die garantierte Rentenleistung, sondern auf das erwartete Gesamtkapital einschließlich der nicht garantierten Überschussbeteiligungen abstellte, kam es durch die in den letzten Jahren gesunkenen Überschußbeteiligungen der Versicherer zu Deckungslücken.
 
Die Folge: Internationale Ratingagenturen betrachten ungedeckte Pensionsverpflich tungen kritisch. Angesichts einer drohenden Bonitäts-Herabstufung haben sich viele Unternehmen für eine Auslagerung ihrer Pensionszusagen entschieden.
 
Es gibt weitere Gründe, die Pensionsverpflichtungen auf einen externen Versorgungsträger zu übertragen:

  • Das Unternehmen verlagert das biometrische Risiko der Langlebigkeit, insbesondere bei höheren Einzelzusagen, auf einen Versicherer. In der Folge sind die Pensionszahlungen auch im Interesse des Pensionsempfängers gesichert und nicht von dem wirtschaftlichen Erfolg und dem Fortbestehen des Unternehmens in der Zukunft abhängig.
  • Die Auslagerung erhöht die finanzielle Planungssicherheit des Unternehmens. Das operative Geschäftsergebnis wird nicht durch biometrische Risiken belastet.
  • Die teilweise oder vollständige Veräußerbarkeit von Unternehmen oder Unternehmens-teilen wird ohne Pensionslasten verbessert. Eine Auslagerung der Pensionsverpflichtung führt zu einer Reduzierung der Bilanzsumme, so kann meist eine Verbesserung des Ratings erreicht werden.
  • Das Asset-Management kann auf einen professionellen Anbieter übertragen werden, der gleichzeitig auch die administrative Verwaltungstätigkeit erleichtert. Das so erreichte Outsourcing der Rentner- und Anwärterverwaltung führt zu einer Kosten-senkung im Unternehmen. Nach einer Übertragung von Pensionsverspflichtungen auf einen Pensionsfonds sinken die Beiträge zum Pensionssicherungsverein (PSVaG) deutlich.

Hier eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten:

  1. Abschluss von Rückdeckungsversicherungen
  2. Versorgung über eine rückgedeckte Unterstützungskasse
  3. Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf eine Pensionsfonds AG
  4. Aufbau eines Treuhandvermögens (CTA)
  5. Aufbau einer strategischen Vermögensstrukturierung im Betriebsvermögen

Bitte sprechen Sie uns an. Gern möchten wir gemeinsam mit Ihnen die für Ihr Unter-nehmen passende Lösung finden. Dabei kann auch eine Kombination aus einer Vermögens-strukturierung und Rückdeckung der biometrischen Risiken gewählt werden. 

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