Erbschaftspolice - Nachfolgeplanung mit Lebensversicherungen

In den letzten Jahrzehnten wurden enorme Vermögenswerte geschaffen, die in den nächsten Jahren auf die folgende Generation übertragen werden. Der Wert vieler Hinterlassenschaften übersteigt die erbschaftsteuerlichen Freibeträge und führt bei den Erben zu nicht unerheb-lichen Steuerzahlungen.

Sind Vermögenswerte in einem Familienunternehmen gebunden, kann es bei Tod des Unternehmers für die Erben sehr schwierig sein, die Erbschaftsteuer aufzubringen. In der Folge kann es zu Liquiditätsproblemen, Substanzeingriffen in das Unternehmen oder zu einer  Änderung der Gesellschafterverhältnisse kommen. 

Die erforderlichen finanziellen Mittel für die Erbschaftsteuer können durch den Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung sofort abgesichert werden. Nur die Leistungen aus einer Lebensversicherung im Erlebensfall und bei Rückkauf sind einkommensteuerpflichtig, Versicherungsleistungen nach Eintritt des versicherten Risikos unterliegen hingegen nicht der Einkommensteuerpflicht. Im Todesfall ist von dem Bezugsberechtigten nur die Erbschaft-steuer zu entrichten.

Unsere Empfehlung:

Um den Versicherungsschutz nicht zeitlich zu begrenzen und beim Tod des Erblassers keine Erbschaft- und Einkommensteuer anfallen zu lassen, sollte nicht der Erblasser selbst, sondern seine  künftigen Erben als Versicherungsnehmer, Prämienzahler und Bezugsberechtigte einer  lebenslangen Kapital-Lebensversicherung auf das Leben des Erblassers auftreten.

Auch wenn die Prämienzahlung durch die Erben erfolgt, kann diese sehr wohl von dem Erb-lasser finanziert werden, und zwar im Wege einer steuerfreien Schenkung. Dabei sind jedoch die Höchstgrenzen für die Schenkungsfreibeträge in dem 10-Jahreszeitraum zu beachten. Das Modell der Prämienschenkung wird nur dann anerkannt werden, wenn der Schenker die Prämie nicht unmittelbar an die Versicherung abführt, sondern eine Zahlungsmittel-schenkung zwischengeschaltet wird.

Die Einbindung einer Lebensversicherung in eine Vermögensübertragung kann auch durch eine lebenslange Risiko-Lebensversicherung mit einem Einmalbeitrag erfolgen. Dieses Produkt kann bei einigen Versicherern sogar ohne die Beantwortung von Gesundheitsfragen durch die versicherte Person beantragt werden. Der Todesfallschutz baut sich hier in den ersten Jahren der Laufzeit zwar nur gestaffelt auf, dafür sind die Kapitalerträge innerhalb des Vertrages während des Anlagezeitraums generell steuerfrei und auch im Todesfall wird für die Kapitalleistung keine Einkommen- oder Kapitalertragsteuer fällig.

Broschüre: Vererben und Verschenken

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