Sofort beginnende Rentenversicherung mit Einmalbeitrag

In den letzten zwei Jahrzehnten ist in Deutschland eine deutliche Steigerung der Lebens-erwartung festzustellen.
 
Wer nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben vor der Frage steht, wie er sein Kapital finanziell sicher, dauerhaft verlässlich und dennoch mit Ertrag für die Zukunft lebenslang anlegen soll, stößt spätestens bei dem Stichwort „lebenslang“ auf das Problem, dass er seine persönliche Lebensdauer im Voraus nicht kennt. Eine private Rentenversicherung kann das biometrische Risiko einer hohen Lebenserwartung absichern und eine lebenslange Rentenzahlung unter Berücksichtigung eines festen Rechnungszinses garantieren.
 
Die privaten Rentenversicherer kalkulieren ihre Prämienforderung für eine lebenslange Rentenzahlung auf der Basis der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Versicherten. Hingegen sollte der Versicherte einen Auszahlplan mit Kapitalverzehr nicht auf seine erwartete durchschnittliche Lebenserwartung abstellen, denn unterschätzt er seine eigene Lebenserwartung, kann der Versicherte den Abbau seines Vorsorgekapitals erleben. Nach einer Studie der OECD benötigt daher ein 65-jähriger Mann bei einem Auszahlplan mit Kapitalverzehr zur Abdeckung der möglichen Lebenserwartung eine 25 bis 40 Prozent höhere Kapitalbasis als bei einer privaten Rentenversicherung.

Verlagerung des Langlebigkeitsrisikos auf einen Versicherer
Der Versicherer garantiert auf der Basis der Sterbetafeln des Jahres 2004 eine lebenslange Auszahlung. Auch wenn der Versicherte länger lebt als statistisch erwartet, erfolgt die Zahlung lebenslang, ein Kapitalverzehr ist nicht möglich.
 
Für den Fall des Ablebens des Versicherten kann bereits bei Vertragsabschluss der Ehepartner als zweite versicherte Person mit einer lebenslangen Rentenzahlung abgesichert werden.

Verlagerung des Kapitalanlagerisikos auf den Versicherer
Für Neuverträge kalkulieren die deutschen Lebensversicherer aktuell mit einem Rechnungszins von 0,90 % für die gesamte Laufzeit der Rentenversicherung. Hinzu kommt jedes Jahr eine nicht garantierte Überschussbeteiligung.
 
Die Höhe der über den Garantiezins hinausgehenden Überschussbeteiligung hängt von der Entwicklung der Kapitalmärkte, dem individuellen Kapitalanlageerfolg des jeweiligen Versicherers und der weiteren Entwicklung der Lebenserwartung aller Versicherten ab und darf von den Versicherern nicht garantiert werden.
 
Lebenslange Renten unterliegen nur der niedrigen Ertragsanteilsbesteuerung
In Abhängigkeit vom Lebensalter zum Zeitpunkt des Erstrentenbezugs unterliegen die lebens-langen Rentenzahlungen nur der niedrigen Ertragsanteilsbesteuerung des § 22 EStG.

 

vollendetes

Lebensjahr

54

55

56

57

58

59

60

61

62

63

64

65

66

 

27 %

26 %

26 %

25 %

24 %

23 %

22 %

22 %

21 %

20 %

19 %

18 %

18 %

vollendetes

Lebensjahr

67

68

69

70

71

72

73

74

75

76

77

78

79

 

17 %

16 %

15 %

15 %

14 %

13 %

13 %

12 %

11 %

10 %

10 %

9 %

9 %

Beispiel:

Die Versicherte hat zum Zeitpunkt des Erstrentenbezuges ihr 65. Lebensjahr vollendet und muss gemäß § 22 EStG nur 18 Prozent der monatlichen Leibrente von € 2.000 mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuern. Auch nach der Beendigung des Erwerbslebens liegt die Versicherte im Spitzensteuersatz von 45 Prozent. Die Steuerlast berechnet sich wie folgt:

Monatsrente € 2.000
davon 18 Prozent als Ertragsanteil zu versteuern € 360
steuerpflichtig im Spitzensteuersatz von 45 Prozent € 162
verbleibt eine Netto-Monatsrente von     € 1.838

Garantierte Rückzahlung des investierten Gesamtkapitals ist möglich
Die Tarife verschiedener deutscher Lebensversicherer bieten die lebenslange Rentenzahlung  mit einer garantierten Rückzahlung des Einmalbeitrages bzw. des bis zum Rentenbeginn angesammelten Gesamtkapitals an. Verstirbt der Versicherte nach Rentenbeginn, zahlt der Versicherer in dieser Tarifvariante das Kapital abzüglich der bis zum Tod bereits ausgezahlten Renten an die Bezugsberechtigten zurück.
 
Der Versicherte bleibt finanziell flexibel
Verschiedene Versicherer bieten in den Tarifen mit der garantierten Rückzahlung des investierten Kapitals die Möglichkeit an, dass sich der Versicherte auch  nach Rentenzahlungsbeginn das im Vertrag noch vorhandene Kapital ganz oder teilweise wieder auszahlen lassen kann. Die Nutzung dieser Möglichkeit kann jedoch steuerliche Nachteile haben, da die bis dahin ausgezahlten Renten nicht mehr der günstigen Ertragsanteilsbesteuerung für lebenslange Rentenzahlungen unterliegen.

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